Ignoranz oder Anpassung? Die Zukunft des alpinen Profisports

Immer mehr Spitzen-Wintersportler:innen setzen sich intensiv mit den Auswirkungen des Klimawandels auf den Skisport auseinander und gehen der Verantwortung nach, Naturräume zu schützen. Gleichzeitig soll dem Wintersport eine Zukunft gewährleistet werden. Ein Einblick in die Situation in Österreich
Die aktuelle Naturzerstörung am Rettenbachgletscher ist eine Katastrophe. Hier werden Skisport und Naturschutz gegeneinander ausgespielt. Unsere Gletscher dürfen nicht Prestigeprojekten zum Opfer fallen
Ursula Bittner, Greenpeace-Sprecherin

FIS - Die Rolle des Internationalen Skiverbands

Laut einer Greenpeace-Umfrage finden rund 80% der Österreicher:innen, dass der internationale Skiverband FIS nicht genug für den Klimaschutz tut.  

Hier finden Sie mehr Informationen zu der Umfrage und zu den Vorwürfen von Greenpeace gegen die FIS: 

ORF - Umfrage von Greenpeace 

Standard - Vorwürfe Greenpeace gegen FIS

 

In einem offenen Brief, initiiert von Greenpeace und vom österreichischen Skirennläufer und Klimaaktivist Julian Schütter, werden Maßnahmen gefordert, welche unverzüglich umgesetzt werden müssen. Allem voran gilt, die Mobilität radikal neu zu definieren. Hierbei muss auf den öffentlichen Verkehr gesetzt werden. 

Das hier sind die fünf Themengebiete, in denen Veränderungen gefordert werden: 

1. Ökologische Integrität

Austragungsorte brauchen hohe Umweltstandards, damit verhindert werden kann, dass in Ökosysteme eingedrungen wird. 

2. Saisonstart

Der Saisonstart soll frühstens Ende November sein. Ziel ist, dass Athlet:innen unter natürlichen Schneebedingungen trainieren können und hierfür nicht an weit entfernte Orte fahren müssen.

3. Anreise und Logistik

Damit eine Anreise mit dem Auto oder Flugzeug vermieden werden kann, müssen Rennorte ausgewählt werden, die eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich machen. Auch das Equipment muss mit klimafreundlichen Mitteln transportiert werden.

4. CO2-Kompensation

Anstelle CO2 zu kompensieren, muss CO2 eingespart werden. Kompensationen dürfen nicht von den notwendigen Reduktionsmaßnahmen ablenken. 

5. Kein Greenwashing

Die FIS muss konkrete Maßnahmen ergreifen, um Emissionen zu verringern. Greenwashing darf hierbei nicht akzeptiert und Begriffe wie «klimapositiv» dürfen nicht missbraucht werden.